Es gibt immer was zu tun!

Balloons at Sunrise

Und obwohl der Satz vor allem als Werbeslogan durch eine bekannte Baumarktkette dazu verwendet wird, um Menschen dazu anzuspornen Geld für Güter auszugeben, so gilt dieser Satz auch für unser Leben. Denn wie langweilig wäre das Leben, wenn wir uns nicht ständig neue Ziele setzen und Neues ausprobieren würden? Eben.

Those who do not move on, move back.

Meine Freundin und ich lieben es einfach, sich ständig weiterzuentwickeln, neue Projekte zu starten und neue Herausforderungen in Angriff zu nehmen. So kam es in den letzten Jahren unter anderen dazu, dass wir uns für einen veganen Lebensstil entschieden haben, unser Fernseher weichen musste, ein Gemüsebeet im Garten nicht mehr wegzudenken ist, fast ausschließlich Biolebensmittel den Weg in unsere Wohnung finden und noch viele andere Dinge. Natürlich haben wir auch für die Zukunft allerlei spannende Ideen. Diese verändern sich zwar ständig, im Großen und Ganzen laufen alle aber auf ein ganz bestimmtes Ziel hinaus. Wir möchten ein Leben führen, dass voll von Respekt, Bewusstheit, Wertschätzung, Liebe, Friede und Mitgefühl ist. Nicht nur unseren Mitmenschen gegenüber, sondern vor allem auch unserem Planeten.

Ob dies nun in einem Tiny House, einer solidarischen Landwirtschaft, einem Lebenshof, einem Selbstversorger Bauernhof oder einer Kombination aus all dem geschieht, steht dabei noch in den Sternen. Was ich allerdings heute bereits ankündigen kann, ist die Tatsache, dass wir mal wieder mit voller Energie eine neue Herausforderung angenommen haben. Wir sind im Moment drauf und dran in sämtlichen Bereichen unserer Wohnung zu reduzieren. Sei dies nun Kleidung, Küchenutensilien, Möbel oder einfach nur sonstiges Klumpat, das sich einfach über die Jahre im Keller, Abstellraum oder Schubladen angesammelt hat.

Aber warum reduzieren, wenn man es ohnehin schon hat?

Meine Freundin und ich haben uns über die letzten Jahre massiv verändert. Also wird es auch Zeit, dass sich unsere Art des Wohnens verändert. Denn auch wenn es einem erst gar nicht auffällt, aber viele Besitztümern verstellen nicht nur eine Unmenge an Raum. Sie verleiten einen auch schnell dazu unbewusster damit umzugehen, denn man hat ja genügend davon. Sei dies nun ein T-Shirt, das weniger Wert hat, weil man ohnehin noch 80 andere hat oder ein Teller, der zerspringt, denn auch davon hat man noch 9 weitere. Hier ganz bewusst zu sagen: Eigentlich reichen uns auch 6 Teller, 6 Gabeln, 6 Messer und 6 Löffel hat dabei viel mehr Gewicht als bloße Platzreduktion. Es „zwingt“ uns auch dazu schmutziges Geschirr nicht mehr bis übermorgen stehen zu lassen. Es „zwingt“ uns auch dazu besser auf die vorhandenen Dinge achtzugeben. Und vor allem macht es auch Themen wie Putzen und Übersiedeln wesentlich simpler und schneller. Denn wer weniger hat, muss natürlich weniger Putzen und weniger Kästen haben, um alles zu verstauen. Und das wiederum lässt mehr Raum für andere Dinge im Leben. Oder anders gesagt: Es sorgt für mehr Freiheit!

Veränderung beginnt bei einem selbst

Gestern haben wir zum Beispiel in unserem Kleiderkasten gestartet. Das Ergebnis: Statt zwei großer Kleiderkästen brauchen wir in Zukunft nur noch einen. Das reduziert nicht nur die Schmutzwäscheberge im Schlaf- & Badezimmer, sondern erlaubt uns auch den frei gewordenen Raum einem anderen Nutzen zuzuführen. Damit ihr eine ungefähre Ahnung davon habt, wie viel wir aussortiert haben: Ich konnte bis gestern auf eine wirklich ansehnliche T-Shirt Sammlung blicken, die aus ungefähr 80-90 Stück bestand. Gut 50 davon liegen nun gemeinsam mit meinem Anzug, einem Sakko, meinen verbliebenen Hemden, all meinen Krawatten, einigen Pullovern, zwei Österreichtrikots und einigen anderen Dingen transportfertig in einer Kiste und warten nur darauf verliefert zu werden. ( Diverse T-Shirts wanderten aufgrund des Zustands direkt in den Mistkübel. 😉 )

Was bleibt sind nur Dinge, die ich regelmäßig anziehe und wirklich gerne trage. Auch unser Schuhkasten im Vorzimmer ist mittlerweile leer und wird in den nächsten Tagen verschenkt bzw. gespendet. Insgesamt haben wir in etwa 15 Paar Schuhe aussortiert. Auch hier wieder nur Schuhe, die entweder bereits vollkommen abgetragen waren oder einfach nicht mehr getragen werden. Und schon haben wir wieder ein Ort mehr, den wir von unnötigem Ballast befreien konnten und nun für anderes verwenden oder einfach leer lassen können.

Konzentration auf das Wesentliche

Wie so oft im Leben werden Intentionen von anderen Menschen auch gerne falsch aufgefasst. So wird das Reduzieren der Besitztümer gerne als Verzichten, Einschränken oder schlicht etwas Negatives wahrgenommen. Dabei ist es eigentlich exakt das Gegenteil. Denn unsere Wohnung platzt nicht aus allen Nähten, sodass wir quasi gezwungen sind, Platz zu schaffen. Ebenso wenig trennen wir uns von diesen Dingen, weil wir sie verkaufen möchten, um Geld zusammenzukratzen.

Wir trennen uns von diesen Dingen, weil wir sie schlicht und ergreifend nicht brauchen. Wir haben sie in den vergangenen Monaten/Jahren nicht gebraucht und werden sie auch sicherlich in den nächsten Monaten/Jahren nicht vermissen. Warum also dennoch daran fest klammern und zwanghaft nach Gründen suchen, wann man sie vielleicht doch einmal brauchen könnte? Oder sich einreden, dass sie sentimentalen Wert besitzen, weil man es damals in diesem und jenem Urlaub gekauft hat.

Natürlich kann es einzigartige Dinge geben, die man sich von Zeit zu Zeit ansieht, um in Erinnerungen zu schwelgen. Versteht mich nicht falsch, wir Kübeln jetzt nicht alles, was keinen messbaren Nutzen hat. Selbstverständlich wird es auch in Zukunft in unserer Wohnung noch dutzende Gegenstände geben, die lediglich der Gemütlichkeit dienen oder uns schlicht an schöne Momente erinnern. Aber wir messen mittlerweile einfach mit einen anderem Maß als noch vor 1-2 Jahren.

So hatte ich zum Beispiel bis vor kurzem noch ca. 6-8 Hard Rock Cafe T-Shirts aus den unterschiedlichsten Städten. Doch brauche ich diese T-Shirts wirklich, um mich an diese Reisen zu erinnern? Natürlich nicht. Also weg damit, denn eigentlich finde ich das Konzept hinter der Marke „Hard Rock Cafe“ alles andere als toll. Ganz im Gegenteil, es handelt sich um ein Unternehmen mit Milliardenumsätzen, das mit Fleisch, Tierleid und Glücksspiel Unsummen verdient. Aber seis drum, früher war ich Fan dieser Lokale, heutzutage sieht es eben anders aus.

Was bleibt ist mehr Platz

Im Moment sind wir also mittendrin im Aussortieren und Reduzieren. Heute haben wir zum Beispiel die Küche in Angriff genommen. Teller, Gläser, Besteck, Backformen, Tassen und vieles mehr stehen bereits auf der Küchenzeile und warten darauf verpackt zu werden. Was noch alles dazu kommt und wie es uns damit geht, erfahrt ihr dann in einem zukünftigen Beitrag. Jetzt müssen wir erst mal Kartons besorgen, damit wir die ganzen Dinge auch ordentlich abtransportieren können.

Wenn ihr euch bis dahin mehr mit dem Thema Reduzieren bzw. Minimalismus beschäftigen wollt, kann ich euch u.a. „Minimalism“ auf Netflix und folgende Youtube Videos empfehlen:

Der eigene Weg – Teil 1

Zeit für Veraenderung

Ich möchte euch heute ein Lied vorstellen, das ich mir in diesem Jahr unglaublich oft angehört habe und dass es dennoch immer wieder schafft, mich zum Nachdenken anzuregen. Ein Lied, das Biene und mir unglaubliche Kraft geschenkt hat und uns darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen. Denn es gibt für uns keine Alternative.

Oftmals steinig, aber gerade deswegen so wichtig!

Ich nenne es jetzt einfach mal einen alternativen Weg des Lebens. Sei es nun das Thema Vegan, unsere politische Ausrichtung, unser Ziel einmal echte Selbstversorger zu sein, unsere Wertschätzung gegenüber Mutter Erde oder einfach unsere Sicht auf allerlei Dinge. Die sich anscheinend oftmals von der, der Masse unterscheiden.

Ein Weg, der oft auf Unverständnis stößt, unangenehme Situationen provoziert und regelmäßig zu stundenlangen Gesprächen und Selbstreflexionen führt. Ein Weg der oft mehr Anstrengung bedeutet und viel Unangenehmes mit sich bringt. Gleichzeitig aber zu unglaublichen Freudenmomenten und Zufriedenheit führt.

Ein Weg, der in seinen unzähligen Details regelmäßig infrage gestellt wird. Nicht nur von außerhalb, sondern vor allem auch von uns selbst. Was nicht nur unvermeidbar ist, sondern vor allem auch extrem wichtig. Denn man muss seine eigenen Entscheidungen, Gedanken und Gefühle ständig in Frage stellen. Nur so kann man „Fehlern“, antrainierten Fehlverhalten oder vermeidbaren Unwohl nachhaltig entgegentreten und diese zu verändern versuchen.

Kein Weg kann jemals bis ins kleinste Detail von Anfang bis Ende perfekt durchgeplant werden. Und das ist auch gut so. Denn nur so kommt Spannung und Abwechslung ins Leben. Es sind die Adaptionen an neue Situationen, die Veränderungen eigener Meinungen und die neuen Zwischenziele, die ständig hinzukommen, die unsere Leben zu diesem einzigartigen Konstrukt formen.

Was braucht es?

Was es braucht, ist nicht nur Mut zur Veränderung, sondern auch die Entscheidung zu einem bewussteren Leben. Eine andere Wahrnehmung unserer Umwelt, wenn ihr so möchtet. Eine andere Wertschätzung, der uns gegebenen Dinge und Möglichkeiten. Eine andere Wertschätzung gegenüber unseren Mitmenschen und auch gegenüber allen anderen Lebewesen auf unserem Planeten.

Es mag ein mühsamer, langwieriger und oft sinnlos erscheinender Weg sein. Ein Weg, der euch ständig Fragen vorsetzen wird, die oftmals unangenehm und frustrierend sein können. Aber es ist ein Weg zu einem nachhaltigeren, besseren und glücklicheren Leben. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Umwelt.

Ein musikalischer Ausklang des Jahres 2017

Und damit auch Ihr dazu inspiriert werdet eure Taten, Gedanken und Gefühle regelmäßig zu hinterfragen, habe ich heute mein Lieblingslied des vergangenen Jahres für euch. Das Lied kam zwar bereits 2012 auf den Markt, aber ich habe diese fantastische Band und vor allem dieses unglaubliche Lied erst in diesem Jahr entdeckt.

Besonders der Text berührt mich immer wieder und regt mich zum Nachdenken an. Es ist einfach eine unschätzbar wichtige Messenge, mit der sich noch viel mehr Menschen beschäftigen sollten.

„They are people so damn poor all they have is their money“

Was ist wirklich wichtig und auf was sollte man eigentlich zum eigenen Wohle verzichten? Es hat mir zum Beispiel dabei geholfen zu hinterfragen, warum eigentlich Güter derartigen Einfluss auf unsere Stimmung und unsere Gefühle haben?

Wieso ärgere ich mich derartig über den Verlust gewisser Gegenstände? Wieso freue ich mich derartig über neue Güter, die ich mir geleistet habe? Wie kommt es, dass ich gewisse Dinge nicht machen möchte, weil eventuell Kleidung oder andere Gebrauchsgegenstände dreckig werden könnten?

Sind es wirklich diese Dinge, die einen Einfluss auf unser Stimmungsbild haben sollten? Oder sollten wir unsere Aufmerksamkeit nicht lieber anderen Dingen widmen?

Ich hoffe, dieses Lied schenkt euch auch so viele positive Gedanken wie mir und hilft euch ebenso dabei euren eigenen Weg zu finden!

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2018!

Ein Ohr dem Wind leihen

Loewenzahn im Wind

Es gibt Gefühle und Momente, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Für mich ist ein solcher, schwer beschreibbarer Moment immer dann, wenn ich an der frischen Luft unterwegs bin und mir der Wind um die Ohren bläst. Ich weiß nicht warum, aber ich liebe es den Wind auf meiner Haut zu fühlen und einfach nur dazustehen und „zuzuhören“. Diese unsichtbare Kraft die einen mal schwächer, mal stärker begegnet löst in mir immer ein wohliges Gefühl aus.

Diese Momente, in denen man einfach nur dasteht, den Wind auf der Haut spürt und alles andere auf der Welt für einige Sekunden ausblendet. Diese Momente sind es die das eigene Ego schrumpfen lassen und mir wieder bewusst machen, wie faszinierend unsere Welt eigentlich ist und wie glücklich wir uns alle schätzen sollten. Es erinnert mich auch daran, jeden Tag dankbar zu sein und mich an jeder noch so kleinen Kleinigkeit zu erfreuen. Und es gibt unendlich viele Dinge, die einem tagtäglich ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Sei es eine frisch aufgeblühte Frühlingsblume, eine Biene, die sich vermutlich ebenfalls darüber freut oder einfach ein simpler Schluck Wasser. Jede Handlung, jeder Moment und jedes Bild, das sich einem bietet, kann mit der richtigen Einstellung positiv verbunden werden oder zu etwas Positivem führen.

Wir haben es selbst in der Hand

Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingen mag, aber wir haben unser Glück selbst in der Hand. Nur wir selbst können dafür sorgen, dass es uns gut geht. Niemand kann uns Glück zur Verfügung stellen, wenn wir nicht bereit sind, es auch entgegen zu nehmen. Wir müssen unser eigenes Ego Stück für Stück abbauen und stattdessen zu Schätzen lernen, was uns tagtäglich geschenkt wird. Denn wenn wir uns in ständige Unruhe stürzen und immer nur in höher, größer und weiter denken. So wird unser Geist früher oder später den Anschluss verlieren. Oder anders gesagt: Wenn ich mich ständig von einer Anschaffung zur Nächsten oder von einem beruflichen Erfolg zum Nächsten handle und dabei meine eigene Entwicklung hinten anstelle. So wird es mir schwerfallen mit mir selbst klar zukommen, wenn diese Dinge einmal nicht so leicht von der Hand gehen.

Wenn von einem Tag auf den anderen Konsumgüter nicht mehr genügen oder ich mich beruflich in eine Sackgasse manövriert habe. Erst dann werde ich merken, dass bei all den schönen, tollen und teuren Dingen etwas ganz essenzielles auf der Strecke geblieben ist. Nämlich der eigene Geist, die eigene Seele oder wie auch immer man es bezeichnen möchte. Ich halte es daher für immens wichtig sich auch einmal die Zeit zu nehmen sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Ich für meinen Teil mache dass am liebsten außerhalb der eigenen vier Wände. Denn wenn ich den Wind auf meiner Haut spüre, dann überkommt mich nicht nur ein wohliges Gefühl, sondern ich denke auch wieder daran, wie gut es mir eigentlich geht. Wie glücklich ich mich schätzen kann, auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde geboren worden zu sein. Welche wunderschönen Überraschungen die Natur für mich bereithält, wenn ich aufmerksam und mit wachem Geist spazieren gehe. Und diese Momente sind es auch, die mich daran erinnern, was tatsächliche Freiheit bedeutet.

 

„Nur wer frei ist, kann auch anderen Menschen die Freiheit erlauben. Und nur ein Gefangener hält auch andere Menschen gefangen.“

 

Freiheit hat nichts mit Geld zu tun

Tatsächliche Freiheit ist nichts Messbares. Nichts was man sich durch Lohnarbeit erarbeiten muss und auch nichts, was man anderen Personen wegnehmen kann. Ich selbst habe Freiheit lange Zeit mit der Möglichkeit des regelmäßigen Vereisens, dem Besitz eines Autos, Einkaufsmöglichkeiten und ähnlichen Dingen gleich gesetzt. Doch all das, hat rein gar nichts mit der wahren Natur von Freiheit zu tun. Denn Freiheit hat nichts mit finanziellen Mitteln, Besitztümern und sonstigen Nichtigkeiten zu tun. Ganz im Gegenteil. Umso mehr Besitztümer wir ansammeln, umso mehr Regeln wir uns selbst auferlegen und umso mehr Unwahrheiten wir uns schön reden. Desto mehr schränken wir uns selbst ein.

Wir lenken uns ab mit Dingen, die simpel und leicht verständlich sind, und reden uns ein, dass dies der einzige Weg zu einem glücklicheren Leben ist. Nehmen wir das Beispiel Konsum. Um mir Produkt A kaufen zu können, muss ich x Tage arbeiten, um es mir leisten zu können. Ein total einfaches Konzept, das leicht nachvollziehbar ist und mir sofort aufzeigt, was ich möchte und was ich dafür tun muss.

Aber tief in uns wissen wir alle, dass dies nicht der richtige Weg ist. Denn das neue Auto befreit uns ebenso wenig wie das neue Haus, der neue Flachbildfernseher oder das teure Smartphone. Natürlich kann ich durch diese Dinge ein anderes Leben führen, als ohne. Aber ist es wirklich ein besseres oder gar ein freieres Leben? Macht es mein Leben wirklich freier, wenn ich dermaßen viele monatliche Ausgaben ansammle, dass ich verpflichtet bin, einen Vollzeitjob nachzugehen? Selbst wenn mir der Job Spaß macht, so hat es dennoch nichts mit Freiheit zu tun. Jemand der vier Mal im Jahr auf Urlaub fliegt, ist nicht freier als jemand der nur in Österreich bleibt. Ebenso verschafft mir ein € 90.000 Auto nicht mehr Freiheit als es ein Fahrrad oder Wanderschuhe tun.

Freiheit ist Kopfsache

Denn wahre Freiheit muss jeder Mensch für sich selbst erforschen. Freiheit beginnt im Kopf und daher kann ich auch niemand seiner Freiheit berauben. Ich kann jemanden vielleicht einsperren, aber ob dieser Mensch tatsächlich frei ist, kann nur sie bzw. er selbst bestimmen. Freiheit beginnt dort, wo wir aufhören darüber nachzudenken, was andere von uns halten. Sie beginnt dort, wo wir damit aufhören uns von anderen Menschen einreden zu lassen, was wir brauchen, um tatsächlich frei zu sein. Und vor allem beginnt Freiheit dort, wo wir aufhören uns selbst Grenzen zu setzen und uns selbst ständig infrage zu stellen.

Wenn Ihr also das nächste Mal draußen unterwegs seid und den Wind auf Eurer Haut spürt. Dann hört gut zu, denn vielleicht erzählt er Euch ja das eine oder andere Geheimnis. 😉

„Freie Kultur von unten statt Urheberrecht von oben!“

Creative Commons Titelbild

Einige Monate sind bereits vergangen, seit sich auf meinem Blog, abgesehen vom textlichen Inhalt, etwas getan hat. Die letzte Änderung drehte sich damals um das Thema Datenschutz und brachte zwei Verbesserungen mit sich. Einerseits Zwei-Klick Social Media Buttons unter jedem Artikel. Diese dienen seit damals dazu Verbindungen zu Facebook, Twitter & Co nur dann zuzulassen, wenn diese von der Leserin oder dem Leser auch gewünscht sind. Andererseits inkludierte ich damals auch die Möglichkeit, das Tracking für die Besucherstatistiken gezielt deaktivieren zu können. Wer also nicht in meinen Statistiken aufscheinen möchte, kann dies seit damals per Mausklick am Ende der Webseite einstellen.

Und heute kann ich mit großer Freude bekannt geben, dass sämtliche Inhalte auf dieser Seite ab sofort nicht mehr mittels © Copyright geschützt sind, sondern unter Creative Commons Lizenz stehen. Nun werden sich vermutlich einige denken: „Aha, und was ändert das jetzt?“ Ehrlich gesagt, grundsätzlich erst mal wenig. Aber das ist auch nicht der springende Punkt an dieser Umstellung. Denn es geht mir viel mehr darum, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir in unserer Gesellschaft viel offener agieren sollten und nicht alles was wir erschaffen direkt schützen und beschützen müssen.

Was ist Creative Commons?

Creative Commons steht unter anderem für einen freien Zugang zu Kulturgütern und möchte das Teilen wieder salonfähiger machen. Das klassische Copyright hingegen steht dafür, dass alles, was man erschafft automatisch einem Selbst gehört und niemand anderem. Creative Commons eröffnet hier einen neuen Weg. Nämlich einen Weg, den man gemeinsam gehen kann. Die Creative Commons Lizenzierung kann dabei ohne viel Aufwand an die Wünsche der UrheberInnen angepasst werden und sorgt so für mehr Vielfalt. Mit nur wenigen Klicks kann man festlegen, ob die eigenen Inhalte nur geteilt bzw. verbreitet werden dürfen oder ob auch Veränderungen und kommerzielle Nutzung in Ordnung sind.

Und was bedeutet das nun?

Dieser Blog steht nun zum Beispiel unter einer so genannten: CC Namensnennung 4.0 International Lizenz. Das bedeutet, dass jede Person sämtliche Inhalte dieser Seite kopieren, verbreiten, abändern oder sogar gänzlich umgestalten darf und das für jegliche Nutzung, auch kommerziell. Und im Gegenzug braucht es nur eine Namensnennung bzw. Verlinkung und gegebenenfalls eine Kennzeichnung, sollte man etwas verändert haben.

Die Beitragsbilder hingegen unterliegen sogar einer CC0 Lizenz und können ohne Namensnennung und ohne jegliche Einschränkung kopiert, verändert, verbreitet und aufgeführt werden, sogar kommerziell. Und das ist eine großartige Sache, wie ich finde. Die Bilder beziehe ich übrigens großteils von der Seite: Pixabay. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, gebe ich es gerne, und vor allem aus freiem Willen, bekannt. 🙂

Worum es mir geht

Es geht also darum freien Zugang zu Kulturgütern zu schaffen und interessierten Menschen, die Möglichkeit zu geben mit dem gefunden Material ebenfalls etwas Neues, Spannendes und Großartiges zu schaffen. Denn ich freue mich selbst darüber, wenn ich einen Artikel, ein Foto oder ein Video entdecke, dass mir ebenfalls diese Möglichkeit einräumt. Und sollte es bei Kunstgütern nicht immer darum gehen andere Menschen zu inspirieren und selbst dazu anzuregen etwas zu verändern bzw. zu erschaffen? Auch wenn der Grundstein vielleicht von jemand anderes gelegt wurde. Ganz egal. „Kreativität ist Remix ist Kultur ist Kreativität ist Remix ist kein Eigentum. Niemandes.“ (Quelle)

 

Anmerkung zur Überschrift: „Freie Kultur von unten statt Urheberrecht von oben!“ (zitiert von: Quelle)

Leben ohne Fernseher, ein kleines Update

Fernbedienung

Wie bereits hier erwähnt, haben meine Freundin und ich vor einigen Monaten den einzigen Fernseher aus unserer Wohnung entfernt. Ziel war es einen weiteren Schritt in Richtung freieres Leben zu setzen. Und so viel kann ich bereits verraten: Es war die richtige Entscheidung. Denn was eigentlich nur ein kleiner Schritt auf unserer Reise sein sollte, hat bereits nach wenigen Monaten unglaublich viele positive Veränderungen mit sich gebracht.

Ein längst überfälliger Schritt

Eines vorweg, wir haben diese Entscheidung bis zum heutigen Tag keine Sekunde lang bereut. Ganz im Gegenteil, wir sind unglaublich froh diesen Schritt gesetzt zu haben und können es nur wärmstens empfehlen, es selbst einmal zu versuchen. Der offensichtlichste Vorteil ist natürlich der plötzlich frei gewordene Platz in der Wohnung. Ohne Fernseher und dazugehöriges Unterkästchen gab es plötzlich ganz neue Möglichkeiten der räumlichen Gestaltung. Durch die Umstellung der Couch wirkt der Raum nicht nur wesentlich größer, sondern bietet nun auch mehr Platz für Pflanzen, Wäscheständer oder spontanes Tanzen, wenn einem der Sinn danach steht. 😉

Vorteile wohin man auch blickt

Aber nicht nur das Wohnzimmer bietet nun mehr Spielraum, auch in unseren Köpfen hat sich etwas verändern. Denn wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, dann denke ich allen voran an die unzähligen Abende, an denen wir nicht stumpfsinnig in die TV-Kiste gestarrt haben, sondern uns unterhalten haben. Sei es über Politik, unsere Sicht auf die Welt oder schlicht ein Revue passieren lassen vergangener Erlebnisse und Begegnungen. Dabei hätten wir dank Laptop immer noch die Möglichkeiten via Netflix, Youtube, ORF TVThek oder Ähnlichem uns genauso berieseln zu lassen wie zuvor. Versteht mich nicht falsch, wir schauen immer noch gerne Serien und Filme. Aber dadurch, dass man nun nicht mehr automatisch auf den Fernseher starrt wenn man sich auf die Couch setzt ist es eben nicht mehr zwangsweise die erste Wahl für die Abendgestaltung.

Stattdessen sitzen wir nun viel öfter einfach nur da, hören aktiv Musik, unterhalten uns oder lesen ein gutes Buch. Kurz gesagt, sowohl unser Leben als auch unser Wohnzimmer ist wesentlich gemütlicher geworden. Dabei habe ich den größten Vorteil noch gar nicht erwähnt. Seitdem wir nicht mehr regelmäßig Fernsehen und uns ständig berieseln lassen, werden unsere Gehirnzellen auch wesentlich weniger mit unnötigen und stumpfsinnigen Informationen zugeschüttet. Stattdessen lassen sich dieselben Gehirnzellen nun für kreative und kritische Gedanken und in weiterer Folge für interessante Gespräche einsetzen.

Und Nachteile?

Uns wären bis dato keine aufgefallen. Falls ihr welche wisst oder selbst über darüber nachdenkt euren Fernseher aufzugeben, könnt ihr mir natürlich gerne einen Kommentar hinterlassen.