Der eigene Weg – Teil 1

Zeit für Veraenderung

Ich möchte euch heute ein Lied vorstellen, das ich mir in diesem Jahr unglaublich oft angehört habe und dass es dennoch immer wieder schafft, mich zum Nachdenken anzuregen. Ein Lied, das Biene und mir unglaubliche Kraft geschenkt hat und uns darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen. Denn es gibt für uns keine Alternative.

Oftmals steinig, aber gerade deswegen so wichtig!

Ich nenne es jetzt einfach mal einen alternativen Weg des Lebens. Sei es nun das Thema Vegan, unsere politische Ausrichtung, unser Ziel einmal echte Selbstversorger zu sein, unsere Wertschätzung gegenüber Mutter Erde oder einfach unsere Sicht auf allerlei Dinge. Die sich anscheinend oftmals von der, der Masse unterscheiden.

Ein Weg, der oft auf Unverständnis stößt, unangenehme Situationen provoziert und regelmäßig zu stundenlangen Gesprächen und Selbstreflexionen führt. Ein Weg der oft mehr Anstrengung bedeutet und viel Unangenehmes mit sich bringt. Gleichzeitig aber zu unglaublichen Freudenmomenten und Zufriedenheit führt.

Ein Weg, der in seinen unzähligen Details regelmäßig infrage gestellt wird. Nicht nur von außerhalb, sondern vor allem auch von uns selbst. Was nicht nur unvermeidbar ist, sondern vor allem auch extrem wichtig. Denn man muss seine eigenen Entscheidungen, Gedanken und Gefühle ständig in Frage stellen. Nur so kann man „Fehlern“, antrainierten Fehlverhalten oder vermeidbaren Unwohl nachhaltig entgegentreten und diese zu verändern versuchen.

Kein Weg kann jemals bis ins kleinste Detail von Anfang bis Ende perfekt durchgeplant werden. Und das ist auch gut so. Denn nur so kommt Spannung und Abwechslung ins Leben. Es sind die Adaptionen an neue Situationen, die Veränderungen eigener Meinungen und die neuen Zwischenziele, die ständig hinzukommen, die unsere Leben zu diesem einzigartigen Konstrukt formen.

Was braucht es?

Was es braucht, ist nicht nur Mut zur Veränderung, sondern auch die Entscheidung zu einem bewussteren Leben. Eine andere Wahrnehmung unserer Umwelt, wenn ihr so möchtet. Eine andere Wertschätzung, der uns gegebenen Dinge und Möglichkeiten. Eine andere Wertschätzung gegenüber unseren Mitmenschen und auch gegenüber allen anderen Lebewesen auf unserem Planeten.

Es mag ein mühsamer, langwieriger und oft sinnlos erscheinender Weg sein. Ein Weg, der euch ständig Fragen vorsetzen wird, die oftmals unangenehm und frustrierend sein können. Aber es ist ein Weg zu einem nachhaltigeren, besseren und glücklicheren Leben. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Umwelt.

Ein musikalischer Ausklang des Jahres 2017

Und damit auch Ihr dazu inspiriert werdet eure Taten, Gedanken und Gefühle regelmäßig zu hinterfragen, habe ich heute mein Lieblingslied des vergangenen Jahres für euch. Das Lied kam zwar bereits 2012 auf den Markt, aber ich habe diese fantastische Band und vor allem dieses unglaubliche Lied erst in diesem Jahr entdeckt.

Besonders der Text berührt mich immer wieder und regt mich zum Nachdenken an. Es ist einfach eine unschätzbar wichtige Messenge, mit der sich noch viel mehr Menschen beschäftigen sollten.

„They are people so damn poor all they have is their money“

Was ist wirklich wichtig und auf was sollte man eigentlich zum eigenen Wohle verzichten? Es hat mir zum Beispiel dabei geholfen zu hinterfragen, warum eigentlich Güter derartigen Einfluss auf unsere Stimmung und unsere Gefühle haben?

Wieso ärgere ich mich derartig über den Verlust gewisser Gegenstände? Wieso freue ich mich derartig über neue Güter, die ich mir geleistet habe? Wie kommt es, dass ich gewisse Dinge nicht machen möchte, weil eventuell Kleidung oder andere Gebrauchsgegenstände dreckig werden könnten?

Sind es wirklich diese Dinge, die einen Einfluss auf unser Stimmungsbild haben sollten? Oder sollten wir unsere Aufmerksamkeit nicht lieber anderen Dingen widmen?

Ich hoffe, dieses Lied schenkt euch auch so viele positive Gedanken wie mir und hilft euch ebenso dabei euren eigenen Weg zu finden!

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2018!

Träume leben beginnt im Kopf

Es wirkt fast als hätten viele Menschen das Träumen verlernt. Und ich rede nicht von teuren Anschaffungen, dem kleinen Haus mitten im Grünen und Ähnlichem. Nein, ich rede von Träumen, die man ganz ohne Geld erreichen kann. Träume die weit über den finanziellen und gesellschaftlichen Status hinausgehen. Ich rede von Ambitionen, die das eigene Leben in der direktesten Art und Weise betreffen. Ich rede von Ambitionen, die für andere Menschen eventuell verrückt, weltfremd oder schlicht dumm bezeichnet werden. Davon etwas erreichen zu wollen, dass gesellschaftlich nicht als „wertvoll“, „bedeutungsvoll“ oder „wichtig“ angesehen wird, aber sehr wohl für uns selbst die Welt bedeuten kann. Es geht mir darum, dass Menschen sich wieder Gedanken über Dinge machen, die sie tatsächlich interessieren und nicht darüber was gerade angesagt oder vorgeschrieben ist.

Geld ist nicht alles

Jeder Mensch kennt diesen Satz und dennoch leben wir alle genau das Gegenteil davon. Wir schuften uns tagtäglich für ein paar Zahlen am Kontoauszug ab und verdrängen die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Wir haben uns in ein System drängen lassen, dass uns unendliche Freiheit vorgaukelt und gleichzeitig so viele Auflagen aufzwingt, dass wir im Endeffekt nur in zwei Bereichen mehr oder weniger Entscheidungsfreiheit genießen können:

  1. Wie möchte ich mein Geld verdienen?
  2. Wie möchte ich mein Geld ausgeben?

Wenn wir es genau nehmen, da haben wir nicht einmal in diesen zwei Punkten einen Hauch von Freiheit. Denn sobald jemand eine Einkommensquelle wählt, die gesellschaftlich nicht angesehen ist, beginnt ein regelrechter Spießrutenlauf. Sie werden belächelt, nicht ernst genommen oder sogar als minderwertig angesehen. Anstatt sie zu fragen, warum sie diesen Job gewählt haben, werden sie direkt verurteilt und als faul, unambitioniert oder sogar dumm abgestempelt. Denn, wenn jemand nicht danach strebt möglichst große Zahlen am Konto zu haben wird er schief angeschaut und als weltfremd bezeichnet.

Ebenso werden Menschen verurteilt, die ihren eigenen Weg gehen wollen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was andere Menschen darüber denken. Die lieber etwas altes, Gebrauchtes wieder verwenden, anstatt immer das Neueste zu kaufen. Menschen, die sich nicht tagtäglich durch die Tageszeitungen quälen, um über sämtliche Straftaten der letzten 24 Stunden Bescheid zu wissen, sondern ihre Energie lieber in etwas Sinnvolles und Nützliches investieren. Menschen, die lieber an Projekten arbeiten, die Menschen wieder zusammenbringen anstatt an Apps, Gadgets und sonstigen Schnickschnack, der sie immer weiter voneinander entfernt.

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Besitztümer können uns natürlich in vielerlei Hinsicht nützlich sein, aber Sinn gebend werden sie niemals sein. Wie sollten sie auch? Es sind schließlich nur Objekte, die mit der Zeit verschwinden, unbedeutsam werden oder kaputt gehen. Sie sind nun mal kein Teil von uns und der Natur, die uns umgibt. Sie wurden künstlich erschaffen und können stets ersetzt oder repariert werden. Dementsprechend beschränkt ist ihre Wirkung, ihr Sinn und ihr Nutzen. Und auch wenn nun viele sagen werden, dass sie sich dieser Tatsache ohnehin bewusst sind. Warum verbringt ihr dann den Großteil eurer Lebenszeit damit immer mehr und immer teurere Besitztümer anzuhäufen? Man könnte doch ebenso gut die eigenen Bedürfnisse reduzieren, somit weniger Geld benötigen und dadurch weniger Lohnarbeit verrichten müssen. Ich bin froh in einer Generation aufzuwachsen, in der viele Menschen genau diesen Weg einschlagen und erkannt haben, das Geld nicht alles ist.

Denn ein wahrlich besseres Leben lässt sich nicht durch mehr Lohnarbeit, mehr Geld und mehr Klimbim erreichen. Ganz im Gegenteil. Um etwas wahrlich Sinn Gebendes finden zu können, müssen wir an gänzlich anderen Orten suchen als Einkaufszentren, Onlineshops oder Reisebüros. Wir müssen in uns selbst zu suchen beginnen. Wir müssen unseren eigenen Geist befreien, um wahrlich frei sein zu können. Erst dann werden wir erkennen, was wirklich wichtig ist und wie wir unsere Zeit und unsere Ressourcen bestmöglich einsetzen können.

Gebt alles was ihr habt, denn ihr habt nur ein Leben!

Nur wenn wir uns auch wieder mit uns selbst beschäftigen und unsere eigenen Träume und Wünsche wieder zulassen, kann es eine positive Entwicklung geben. Und nur so kann sich etwas in unserer Gesellschaft verändern und das Leben für alle Menschen weiter verbessern. Also traut euch! Macht euch Gedanken und redet darüber mit Freunden, Verwandten, Bekannten und wer euch sonst noch so über den Weg läuft. Geniert euch nicht für eure Ideen, Träume, Wünsche und Ziele! Seid auch mal wieder naiv und träumt von Entwicklungen oder Dingen, die unmöglich erscheinen.